Beliebt: Fremdwährungskredit in Franken.

Wenn es darum geht, die besten Konditionen für einen Kredit zu erhalten, spielen nicht wenige Menschen mit dem Gedanken, auf einen Fremdwährungskredit zu setzen. Doch diese Art von Krediten birgt viele Risikofaktoren in sich, die einem diese Entscheidung rasch bereuen lassen könnten. Aus den folgenden Gründen sollte man sich sehr gut überlegen, einen Fremdwährungskredit abzuschließen.

 

Was ist ein Fremdwährungskredit?

Ein Fremdwährungskredit ist ein Kredit, der in einer fremden Währung abgewickelt wird – so wie der Name sagt. In den meisten Fällen werden solche Kredite in Schweizer Franken, in US-Dollar oder in japanischen Yen abgeschlossen. Die Auszahlung der Kreditsumme erfolgt dabei natürlich in Euro. Ratenzahlungen und andere Ausgaben tätigt man jeweils in der Fremdwährung. Warum man das macht? Nun, auf ersten blick ergeben sich hierbei einige Vorteile. Die Wichtigsten sind dabei folgende:

 

  • Währungsspekulation: In vielen Fällen kann man sich bei einer positiven Wertentwicklung des Euros gegenüber der Fremdwährung viel Geld ersparen.

 

  • Niedrigere Zinsen: In vielen Fällen werden Fremdwährungskredite niedriger verzinst, als Euro-Kredite. Dadurch sinken die Kreditkosten insgesamt.

 

  • Abschluss trotz negativer Schufa: Institute, die Fremdwährungskredite vergeben, und sich im Ausland befinden, ermöglichen manchmal den Abschluss eines Kredites. Selbst dann,  man laut Schufa einen schlechten Kreditscore hat.

 

Ganz egal, ob es sich um einen Privatkredit, einen Firmenkredit, oder um ein Hypothekendarlehen handelt – ein Fremdwährungskredit kann zwar verlockend sein, birgt aber enorme Risiken in sich, die wir in der Folge näher erörtern werden.

 

Risiken eine Fremdwährungskredites

Die Vorteile eines Fremdwährungskredites lesen sich zwar auf ersten Blick sehr attraktiv. Doch wenn man die Situation allgemein analysiert, wird einem schnell klar, dass ein solcher Kredit mit sehr hohen Risiken verbunden ist, sodass man vor allem als Privatperson eher Vorsicht walten lassen sollte. Denn wenn sich die Situation gegen den eigenen Vorteil entwickelt, kann ein Fremdwährungskredit schnell empfindlich teuer werden. Diese Faktoren entscheiden letztlich, ob ein Fremdwährungskredit eine gute Entscheidung war, oder nicht.

 

Besonders häufig schließen Deutsche einen Fremdwährungskredit in der Schweiz ab.

 

Zinsänderungsrisiko

Wie hoch die Zinsen sind, die man für den Kredit bezahlen muss, hängt von den Basiszinssätzen ab, die von den Nationalbanken der jeweiligen Währungen festgesetzt werden. Und da Fremdwährungskredite in der Regel keinen festen Zinssatz haben, ist man mit einem solchen Kredit den Schwankungen der Zinsen in besonderen Maße ausgesetzt. Meist schließt man einen Fremdwährungskredit dann ab, wenn die Zinsen in dem Land der Fremdwährung aktuell niedriger sind, als jene in der Eurozone – und wenn man davon ausgeht, dass dies auch über die gesamte Laufzeit so bleiben wird. Allerdings ist es sehr schwierig, die Entwicklung der Zinssätze über einen längeren Zeitraum vorherzusehen.

Und da die Nationalbanken nach eigenem Ermessen handeln, kann es schnell passieren, dass sich ein Zinssatz, der ursprünglich einen Vorteil gegenüber dem von herkömmlichen Krediten dargestellt hat, sich schnell ins Gegenteil verkehren. Unterm Strich können die Zinsen eines Fremdwährungskredites deutlich zu erhöhten Kosten des Kredites beitragen, da diese den größten Anteil der Kosten ausmachen.

Wechselkursrisiko

Fast noch größeren Ausmaße, als die Zinssätze, sind die Währungen im internationalen Forex-Markt Schwankungen unterworfen. So hat sich in den vergangenen Jahren etwa der Schweizer Franken gegenüber dem Euro empfindlich verteuert. Und eine solche Aufwertung bedeutet für einen Fremdwährungskredit meistens, dass der Kredit deutlich teurer wird Denn wenn etwa der schweizer Franken gegenüber dem Euro um 5 Prozent aufwertet, dann verteuert sich auch der Kredit um 5% Prozent. Und dies kann vor allem bei größeren Krediten schnell eine hohe Summe ausmachen, die nun zusätzlich zurückgezahlt werden muss.

Selbstverständlich kann eine Währung auch abwerten – dann würde sich eine solcher Kredit verbilligen. Das Wechselkursrisiko kann sich also ebenso zum Fluch, wie zum Segen für den Kreditnehmer als auch für den Kreditgeber entwickeln. Vorhersehbar ist die Situation vor allem dann nur sehr schwer, wenn die Laufzeit mehr als fünf Jahre beträgt. Denn der Wechselkurs einer Währung ist von sehr vielen wirtschaftlichen und geldpolitischen Entwicklungen abhängig, und ist umso schwieriger zu prognostizieren, je größer der Zeitraum ist.

Tilgungsträger-Risiko

Mit einem Fremdwährungskredit muss man meist auch einen sogenannten Tilgungsträger abschließen. Dabei handelt es sich meist um eine Lebensversicherung oder vorhandene Fondspolizzen, in die der Kreditnehmer zur Tilgung des Kredites einzahlen muss. Hierbei muss man sich sehr gut überlegen, auf welchen Tilgungsträger man setzt. Wenn man hierbei auf eine zu riskante Form des Kapitalaufbaus setzt, kann es passieren, dass man den Kredit nicht tilgen kann, falls der Tilgungsträger nicht die gewünschte Rendite schafft. Dies kann letztlich zu bösen Überraschungen führen, die den Kredit deutlich teurer machen, als angenommen.

 

Weitere Risiken eines Fremdwährungskredites

Die oben genannten drei Risikofaktoren sind die wichtigsten, die man beachten muss, bevor man einen Fremdwährungskredit abschließt. Doch auch weitere Dinge muss man unbedingt beachten, um die Risiken vollständig abschätzen zu können:

Konvertierung

Bei einem Fremdwährungskredit sollte man davon ausgehen, dass dieser immer zu den besten Wechselkursen getätigt wird. Doch es gibt vielerlei Situationen, in welchen dieser Wechselkurs nicht zum Vorteil des Kreditnehmers, sondern eher für den Kreditnehmer festgesetzt wird. Es lohnt sich, in dieser Hinsicht genügend Zeit darin zu investieren, alle diese Fälle, in welchen Konvertierungen zum Tragen kommen, sorgfältig im Kleingedruckten zu überprüfen, und hier gegebenenfalls nachzuverhandeln.

Swap- und Absicherungskosten

Bei Fremdwährungskrediten hat man grundsätzlich immer die Möglichkeit, die Währung oder auch den Tilgungsträger zu wechseln, falls sich diese nicht wie gewünscht entwickeln. Allerdings verursacht eine solche Änderung des Kredites nicht selten empfindliche Mehrgebühren.

Konvertierungszeitpunkt

In vielen Fällen ist es nur in einem gewissen Zeitraum möglich, die Währung des Fremdwährungskredites zu wechseln. Oft ist dies nur alle drei Monate der Fall. In einem solch langen Zeitraum kann sich wirtschaftlich viel verändern, was das Risiko eines Fremdwährungskredites zusätzlich erhöht.

Erhöhung der Sicherheiten

Wenn sich ein Wechselkurs zum Nachteil des Kreditnehmers entwickelt, kann der Kreditnehmer mitunter zusätzliche Sicherheiten verlangen. Auch um den Kredit aufrecht zu halten. So kann man etwa dazu verdonnert werden, die Hypothek aufzustocken. In solchen Situationen kann es mitunter sehr teuer werden.

 

All diese Situationen und Risiken machen einen Fremdwährungskredit zu einem Unterfangen, dass man sich sehr gut überlegen sollte. Wer auf Nummer Sicher gehen will, der ist mit herkömmlichen Krediten definitiv besser aufgehoben. auf jeden Fall wird man ruhiger schlafen.

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